Es schmeckt liecht nach Abgas vo de Traktore und Stumpe, jä es isch Fasnacht.
Wiehnachte isch verbi, s’neue Joor het gstartet und so langsam aber sicher au d’Fasnachtszyt. Springe mir fast ei Joor zrugg, zum 2. März 2025. So viel isch passiert. Rynacher Fasnacht, Aescher Fasnacht und schliesslich unseri Hauptfasnacht, d’Basler Fasnacht. Alli die Emotione in Wort z'fasse isch schwer und für jede und jedi vo uns isch Fasnacht öbbis anders. E anders Gfühl, e andere Gschmack, e anderi Erfüllig.
Ich nimm euch mit uf e kleini Reis, stiiget ih in dr Zug vo Aesch bis nach Basel und lönd euch triibe.
Sunntig 2. März 2025, e sunnige Daag, dr Himmel isch blau. Uf em Wäg vom Drämmli zum Fabian sim Gschäft grad hinter dr Raiffise in Aesch spüri zum erste Mol, wie mi Rugge nass wird. Ich ha mi mol wieder z'warm agleggt, Mist. Scho fast bini döt, es schmeckt nach Späck, Chips und Wii. E Truube vo Mensche stoht ums Buffet umme, in dr Mitti dä wo uns das spendiert. 20 Joor Matthi bi de Schlössli-Schränzer, was für e Start in e Daag, wo sich als Traumdaag usestellt. D’Sunnestrahle berühre mi Gsicht, langsam lost mi innere Druck noche. Unzähligi Iebigsstunde, 35 Proobe, paar Mol bluetigi Lippe, jetzt foht s’Gniesse ah. Bim Umzug simer ei Einheit, alli ziehn am gliche Strang. Vo dr vorderste Pauke bis zum hinterste Sousaphone laufe mir durch Aesch und gniesse jedi Sekunde. D’Sunnestrahle verliere langsam an Kraft, es wird Obe. Mi Maage knurrt, das ganze Spiele macht hungrig.
Es pfifft, yystoo! Es goht richtig Znacht. Vo dr Hauptstross biege mir ab uf d Stroos Richtig Ettige. Us em nüt e orange, rote Himmel, dr Petrus verabschiedet sich miteme Füürwärk vo däm Fasnachtssunntig. Mir stimme s’Better in Time ah und ich ha Gänsehuut am ganze Körper. Das z'beschribe isch schwer, dorum erläbet dä Momänt unte nomol mit uns mit.
Dr orange-roti Himmel isch dr Dunkelheit gwiche und ich mach mi ufe Heiwäg, näägste Halt Basel, 10. März 2025.
Gflüster, Dunkelheit, e kalte Wind zieht durch mini Jagge dure. Ich lueg uf mini Uhr, 3:57 Uhr, no drei Minute denne isch Basler Fasnacht. E Kribble setzt ih, d’Vorfreud wird bald zur Realität. Es schloot vieri, Morgestreich! Vorwärts! Marsch! 72 Stund Extase, 72 Stund jedi Minute gniesse und weil 72 Stund nit in dä Text passe, sind das mini liebste Minute gsie:
Fasnacht mache, das isch für mi e Gfühl vo Gmeinschaft, vo Innigkeit und vo Ehrlichkeit. Fasnachtszystig, Glaibasel um die 8i zobe, dusse isch es kalt, mir sitze im Käller vom Häbse Theater. D’Rössli Schränzer, wie mr dött liebevoll gnennt wärde, hän scho Znacht kha, d'Stimmig isch usglasse. Es wird viel glacht, gsunge und trungge. Plant oder unplant weissi nit, e kleini Gruppe entscheidet sich e Ständeli z'spiele. Sogar dr Mario nimmt fürs erste Lied d'Posune in d’Finger. Dr Wanderer kah är grad no e so. Au s’zweite Lied, s’Sweet Caroline, macht dr usglassene Stimmig kei Abbruch. Dr Mario winkt ab und seit s’negste Lied ah, Roxette!
D’Stimmig ändert sich schlagartig, es wird ruhiger. D’Pauke und dr Schlag föhn ah und s’Lied nimmt sie Lauf. Takt für Takt wirds ruhiger, jede isch bi sich und sine Gedanke. Ich ha Gänsehuut am ganze Körper und mini Auge sin nit die einzige, wo langsam fiecht wärde. Gmeinschaft, Innigkeit und Ehrlichkeit, niene hani das so intensiv gspürt, wie in dene Minute. Mi Lieblingsmomänt vo dr Fasnacht 2025.
Erläb do no e paar Momänt vo dr Fasnacht 2025 in Bild und Ton mit uns mit.